Graubünden und die Wirtschaftskrise

Bisher hatte es den Anschein, dass Graubünden von der Wirtschaftskrise noch verschont geblieben ist. Den verschiedenen Firmen geht es gut und man konnte sich im Vergleich zum Vorjahr teilweise noch steigern. Drei aktuelle Beispiele:

  • Ems-Chemie – Die Ems-Chemie Holding AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2008 den Umsatz um 4.5% auf 1′212 (Vorjahr 1′160) Mio CHF gesteigert.
  • Südostschweiz Medien – Das führende regionale Verlegerhaus hat in diesem Jahr zusammen mit weiteren Medienhäusern das Internetportal news1.ch gegründet. Zudem erhielt Radio Grischa erneut eine Konzession.
  • Würth International – Die Würth-Gruppe mit Hauptsitz in Chur konnte im ersten Halbjahr 2008 einen Umsatzanstieg um 6.6 % auf 4.56 Milliarden Euro verzeichnen, Die Mitarbeiteranzahl wurde um 7,6 Prozent auf 65.158 gesteigert und in Chur entsteht ein zweites Firmengebäude.
Schulden?

Schulden?

So toll dies auch klingen mag, für viele andere bleibt die Wirtschaftskrise eine unangenehme Zeit. Wie zum Beispiel die Bündner Woche (BüWo) berichtet, haben in der Bündner Hauptstadt bereits sehr viele Kneipen dicht gemacht.

Ist dies auf die Finanzkrise zurückzuführen? Die BüWo erkundigte sich bei verschiedenen Churer Gastronomen und stellte dabei Erstaunliches fest. Denn bloss am Getränkepreis liegts nicht, dass immer mehr Leute den Apéro llieber zu Hause geniessen statt in der Stammbeiz. Es zeigte sich, dass oft auch durch das Rauchverbot in Beizen die Kunden fehlen. Schade, schade.

Doch wie sieht es mit dem grössten Bündner Ass aus, dem Tourismus? Über kurz oder lang müsste man des fehlenden Geldes wegen abnehmende Zahlen erwarten. In den Bündner Ferienorten sah es jedoch gemäss einer Umfrage des Dachverbandes Graubünden Ferien von Anfang Oktober gut aus. Die mittel- und langfristigen Buchungen lägen im Rahmen des Vorjahres oder sogar darüber, sagte Sprecher Gieri Spescha.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Wirtschaftskrise keine Auswirkungen auf die Lehrstellensuche hat. Denn dies wäre nun wirklich die grösste Katastrophe, schliesslich sparen die meisten dort zuerst. Ich selbst kann zwar sagen, dass ich eine Lehrstelle als Informatiker habe, aber für viele sieht es vielleicht nicht so rosig aus.

Bisher ist mir zwar keine Firma bekannt, die Aufgrund von der Wirtschaftskrise keine Lehrstellen mehr vergibt. Möglicherweise werden die Folgen der Finanzkrise ja auch erst im Jahr 2009 in Graubünden deutlichere Spuren hinterlassen.

Über den Autor

Pascal Birchler

Der 15-jährige Schüler ist begeisterter Blogger und wohnt selbst in der Hauptstadt des Ostschweizer Kantons.

Eine Antwort auf “Graubünden und die Wirtschaftskrise”

  1. Das Great Place to Work Institute Switzerland führt im Moment eine Studie zum Thema Wirtschaftskrise. Es geht vor allem darum, herauszufinden, welche ängste und Sorgen die Wirtschaftskrise weckt. Teilnehmen kann jeder unter http://www.glanceon2009.com

    Die Ergebnisse werden noch vor Weihnachten in der Schweiz veröffentlicht.

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