Bartgeier Sina ist tot
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Das vor elf Jahren im Schweizer Nationalpark ausgewilderte Bartgeier-Weibchen Sina ist tot. Der Vogel war offenbar in Kämpfe mit Steinadler verwickelt und stark abgemagert. Zudem war «Sina» vor einiger Zeit mit Schrot beschossen worden.
Die direkte Todesursache konnte das Tierspital der Universität Zürich allerdings nicht mehr eruieren, wie die Stiftung Pro Bartgeier mitteilte. Gefunden wurde das nach der Walliser Rocksängerin Sina benannte Weibchen diesen Frühsommer bei Samnaun GR, zwei Kilometer entfernt von der östereichischen Grenze.
«Sina» sei bis kurz vor ihrem Tod unterwegs gewesen und habe auch Futter gefunden, schreibt die Stiftung Pro Bartgeier. Sie sei jedoch stark abgemagert und in schlechtem Zustand aufgefunden worden. Vermutet wird, dass das Weibchen nach Kämpfen mit Steinadlern oder an einem Kreislaufversagen starb.
Schrotkugeln im Körper
Die sechs Schrotkugeln im Körper des Vogels stammen von einem Beschuss vor längerer Zeit. Es sei bedenklich, dass nun bereits vier Bartgeier aus dem Wiederansiedlungsprojekt nachweislich beschossen worden seien, teilte die Stiftung Pro Bartgeier mit.
Verluste durch Wilderei sind laut der Bartgeier-Stiftung für die streng geschützte Art «gravierend». Nachstellungen und Vergiftungen seien vor 100 Jahren die Hauptursachen für das Aussterben der Bartgeier in den Alpen gewesen und stellten auch heute in vielen Gebieten des Verbreitungsareals eine grosse Bedrohung dar.





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