Arboles Y Futuro – Hilfswerk mit Hauptsitz in Chur
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Arboles Y Futuro - Bäume für die Zukunft ist ein gemeinnütziger Verein und seit dem 4. Januar 2006 im Handelsregister des Kantons Graubünden offiziell eingetragen. Er fördert Aktivitäten im Bereich Wald, Umwelt und Bildung in den Anden Südamerikas und setzt dabei Fachleute vor Ort ein.
Der Hauptsitz von Arboles Y Futuro liegt in der Alpenstadt Chur, hat aber natürlich ein Büro in Cochabamba, eine Grossstadt im Zentrum Boliviens. Übersetzt heisst der Name in etwa „fruchtbares Land“, doch ganz korrekt ist das nicht, denn abgesehen von der Regenzeit ist es in Cochabamba sehr trocken – der stark zunehmende Verkehr ist nur noch eine zusätzliche Belastung.
Das Wissen für eine nachhaltige Nutzung kleiner Waldflächen bis zum Verkauf von Holzprodukten fehlt weitestgehend, sodass es ausserhalb der Städte kaum Alternativen zur landwirtschaftlichen Tätigkeit und Zugang zu erneuerbaren Energien gibt.
Hier versucht Arboles Y Futuro zu helfen, was ohne die Unterstützung der Gemeinde, der Schulen und der Einwohner nicht gelänge:
- Schulkinder und Erwachsene lernen den korrekten Umgang mit der Umwelt, sie bewirtschaften und pflegen ihren Lebensraum nachhaltig.
- In städtischen Gebieten entstehen grüne Erholungszonen und am Stadtrand grössere zusammenhängende Wälder, welche die Luftqualität verbessern, Einkommen generieren und den Lebensraum aufwerten
- Die Grünzonen schützen Landwirtschaftsflächen sowie bewohnte Gebiete und Strassen gegen Hochwasser, Wind- und Oberflächenerosion
All diese Projekte werden zwar von Arboles Y Futuro begleitet und unterstützt, die Initiative muss aber von den Einwohnern kommen. Bevor es an die Ausarbeitung der Vorstudien geht, werden konkrete Projektvorschläge erst geprüft. Wird ein Projekt gutgeheissen, muss man zuerst nach den nötigen Geldmitteln suchen, erst dann kann man es ausführen.
Diese Vorgehensweise ist sehr erfolgreich: 2006 wurden 6 Projekte detailliert ausgearbeitet, 2007 wurden schon 3 Projekte gestartet und befinden sich in der Endphase. Dazu gehört unter anderem die Erarbeitung zweier Handbücher für die Pflanzenproduktion und die Pflege und Nutzung der Wälder, um den Wissenstransfer weiter zu führen.
Arboles Y Futuro ist jedoch noch wenig bekannt, die Mittelbeschaffung ist äusserst schwierig, erste Resultate gab es erst 2007/2008. Die lokale Administration (Umwege, Notariat, Krankenkassen, …) spielt auch eine wichtige Rolle. Zudem ist Korruption ein grosses Thema, aber bisher gab es damit keine Probleme und das Geld kommt auch immer am richtigen Ort an!
Weitere Informationen: http://arbolesyfuturo.org/





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