Beginn der Ferienzeit: Eidg. Zollverwaltung warnt vor Einführung von Fälschungen – Doch was ist eine Fälschung?

Es stehen die Sommerferien vor der Türe, die Urlaubs- und Reisezeit beginnt.

Viele Schweizer wählen als Reiseziele Länder, in denen die Preise günstiger sind als in der Schweiz.

Das ist natürlich legitim und – vom Umweltschutz einmal abgesehen – im Sinne der Globalisierung bzw. im Sinne einer Umverteilung zugunsten von Reich zu Arm.

Und hinsichtlich Ökobilanz ist zu sagen, daß selbst Obermoralisten wie die Jetsetterin Greta Thunberg dort – zurückhaltend formuliert – keine Vorbildfunktion abgeben können, genauwenig wie die, die mit Greta posieren wie Arnold Schwarzenegger mit seinen zahlreichen Autos (Hummer u. a.) oder dem Papst, der ja kaum um die Welt reist usw.

Billigere Produkte bzw. Fälschungen

Was die Reise in billigere Länder auch mit sich bringt sind aber auch andere Faktoren wie zum Beispiel das Angebot an Markenprodukten bzw. billigeren Markenprodukten.

Bzw. vermeintlichen Markenprodukten, die oftmals Fälschungen sind.

Hier glauben viele Schweizer Touristen, daß sie hier sich keine Sorgen machen müßten.

Das ist jedoch falsch, wie die Eidgenössische Zollverwaltung aufklärt.

An Markenfälschungen kann kein Eigentum erworben werden und sie werden bei der Einreise in die Schweiz beschlagnahmt und auf Steuerzahlerkosten vernichtet.

Zudem drohen Bußen.

Produktfälschungen: Die Eidgnössiche Zollverwaltung bzw. die im Auftrag handelden Polizeibeamten ziehen sie aus dem Verkehr und führen sie ihrer ersatzlosen Vernichtung zu

Produktfälschungen: Die Eidgnössiche Zollverwaltung bzw. die im Auftrag handelden Polizeibeamten ziehen sie aus dem Verkehr und führen sie ihrer ersatzlosen Vernichtung zu

Gebraucht oder neu?

Zudem spielt im Gegensatz zur allgemeinen Annahme des Volkes keine Rolle, ob man gefälsche Waren einführt in neuem oder in gebrauchtem Zustand.

Bzw., ob man sie gebraucht oder neuwertig im Ausland erworben hat.

Es spielt für die Zollkontrolle schlichtweg beides keine Rolle.

Beides wird beschlagnahmt und in beiden Fällen werden die Fälschen vernichtet.

Gibt es auch legale Fälschungen?

Grundsätzlich sind alle Fälschungen und Replikate, z. B. von Gucci-Taschen usw. illegal und werden vernichtet.

Auch falsche Picassos werden freilich vernichtet am Zoll bzw. bei der Einfuhr (verbunden mit einer saftigen Buße und Verfahrenskosten, die leicht in den 4stelligen Bereich reichen).

Allerdings gibt es wie bei jeder Regel auch die Ausnahme.

Ausnahmen

Der Schutz vor Fälschungen gilt nicht mehr, wenn der Markenschutz abgelaufen ist.

Mona Lisa von Leonardi da Vinci: Es wäre nicht mein Ding. ABER: Wem es gefällt, der darf sie legal als Kunstkopie nicht nur als billiges Plakat kaufen, sondern komplett nachmalen lassen, das ist legal, weil der Künstler schon lange tot ist und somit sein Urheberrecht und auch das seiner allfälligen Erben abgelaufen ist

Mona Lisa von Leonardi da Vinci: Es wäre nicht mein Ding. ABER: Wem es gefällt, der darf sie legal als Kunstkopie nicht nur als billiges Plakat kaufen, sondern komplett nachmalen lassen, das ist legal, weil der Künstler schon lange tot ist und somit sein Urheberrecht und auch das seiner allfälligen Erben abgelaufen ist

Das ist in der Regel der Fall nach 70 Jahren.

So darf heute jeder Cola produzieren, weil der Schutz abgelaufen ist.

Oder jeder darf ein Foto eines Künstlers wie Van Gogh als Plakat drucken lassen und verkaufen.

Oder sich ein Foto eines Rembrandts in die Wohnung hängen.

Trotzdem wird die Anzahl derer, die sich solche billigen Kunstkopien in die Wohnung hängen, begrenzt bleiben, denn man sieht auf den ersten Blick, daß „Der Kuß“ von Gustav Klimt „nur“ eben ein Plakat ist.

Viel schwieriger und filigraner wird es hier bei professionellen Fälschungen.

Also Ölgemälde-Kopien von Hand gemalt.

Das ist einerseits verboten, andererseits nicht.

Verboten ist es, wenn man sie als Original ausgibt. Dies wird von der Polizei und dem Zoll verfolgt und von den Staatsanwaltschaften werden Strafverfahren eröffnet, sofern solche Fälle anhängig werden.

Absolut legal – und auch hier zeigt sich einmal mehr Regel von der Ausnahme von der Regel – ist hingegen, sich Kopien malen zu lassen und die bei sich auf-zu-hängen.

Sofern man sie nicht weiterverkauft.

Erstaunlicherweise sind solche handgemalten Ölgemälde heute schon für wenige hundert Euro zu haben.

Der Globalisierung sei Dank.

Oder Undank.

Je nach persönlicher Sicht, ob jeder z. B. an einem echten Ölgemälde von Gustav Klimt Freude haben sollen dürfte oder nur die Leute, die die vielen, vielen Millionen für solch ein Gemälde aufbringen können.

Wenn Gustav Klimt das wüßte: Heute gibt es ihn im Original schon für geringe 3stellige Euro-Beträge, also zu Preisen, die nur geringfügig über dem Preis von seinerzeit liegen (inflationsbereinigt)

Wenn Gustav Klimt das wüßte: Heute gibt es ihn im Original schon für geringe 3stellige Euro-Beträge, also zu Preisen, die nur geringfügig über dem Preis von seinerzeit liegen (inflationsbereinigt); Bildausriß von einem Internetanbieter solcher Kunstkopien, www.kunstkopie-gemaelde.com

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