Dürre in Ostafrika: Nothilfe für Flüchtlinge aus Äthiopien, Somalia und dem Sudan

(gb) Ausgelöst durch beängstigende Dürrekatastrophen leiden in Ostafrika Millionen von Menschen an Hunger. Betroffen sind zumeist ärmere Bewohner in Äthiopien und den Nachbarländern, wie beispielsweise Somalia und Sudan.

In riesigen Flüchtlingsströmen versuchen Hunderttausende verzweifelt aus den Katastrophengebieten zu fliehen. Sie hoffen in einer neuen Heimat der Dürre, dem Hunger und der Gewalt zu entkommen. In großen Camps leben Männer, Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen. Um die Lage unter den Bewohnern zu verbessern, wurden medizinische Betreuungsstationen eingerichtet um die dringende Nothilfe zu gewährleisten.

Ausdrucksstark gehen farbige Bilder um die Welt. Sie bleiben bei vielen Leuten tief im Gedächtnis verankert. Die Fotos zeigen bis auf das Skelett abgemagerte Menschen, Kinder mit Hungerbäuchen und Mütter mit Bebes. Sie alle warten in den Auffanglagern auf Hilfe.

Ausbleibender Niederschlag führt zu Ernteeinbußen

Die Auffanglager versorgen notdürftig hungernde Menschen. Ausserhalb sterben Millionen von Menschen am Hunger. Zahlreiche Regionen des Landes sind von gigantischen Ernteeinbußen betroffen. Äthiopien benötigt Nahrungsmittel und Spenden, um das Überleben der Gesamtbevölkerung zu sichern. Das Land möchte sich nach dem Vorbild Chinas entwickeln. Es hat gute Chancen, der Dürre zu trotzen.

Seit dem Frühjahr bleibt erneut der Regen aus. Dadurch werden Millionen von Menschen abhängig von einer Nahrungsmittelhilfe. In Jahren mit nicht ausreichenden Niederschlägen können sich etwa 80% der Äthiopier nicht aus eigener Kraft ausreichend ernähren. Es ist eine voraussehbare Krise, denn seit März 2015 gab es in Äthiopien kaum Regen. In einigen Gegenden des Landes verdorrte das Saatgut der Bauern auf den Feldern bevor es aufkeimen konnte.

Seit Jahrzehnten war das Klima in Äthiopien nicht mehr so trocken. Genauso leidet das benachbarte Somalia unter einer Dürre. In Äthiopien jedoch erscheint die Situation als besonders besorgniserregend. Viele Bauern mußten die Dörfer bereits wegen Nahrungssuche verlassen.

Testament-Spenden, Internet-Spenden & Co.

Die Welt wird nur langsam aufmerksam, die Nachrichten konzentrieren sich auf andere Konfliktherde, während Hilfsorganisationen versuchen den Menschen in Ostafrika eine Stimme zu geben.

Viele Aktivisten – wie beispielsweise in der Schweiz Jean Ziegler früherer UN-Sonderbotschafter für ein Recht auf Nahrung– setzen sich für ein universelles Recht auf Nahrungsmittel ein.

Staatliche Entwicklungshilfe und Gesetzgebung, welche auch private Spenden oder Vererbungen zugunsten von gemeinnützigen Organisationen vorsieht, tun ihren Teil dazu. Das Erbrecht Schweiz sieht z.B. Testament-Spenden vor.

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