Graubünden: wirtschaftsfeindliche Mindeststeuer für Unternehmen

419 Franken ist die Mindeststrafsteuer teuer: Das kantonale Steueramt Graubünden nimmt kein Kleingeld (Archivbild: Schweizerfranken.ch)

419 Franken ist die Mindeststrafsteuer teuer: Das kantonale Steueramt Graubünden nimmt kein Kleingeld (Archivbild: Schweizerfranken.ch)

Immer mehr Gängelei und Planwirtschaft, jedes Jahr neu Vorschriften und Gesetze und als ob das nicht reichen würde: Der Kanton Graubünden hat vor kurzer Zeit erst eine Mindeststeuer für Firmen eingeführt.

419 Franken.

Auch Firmen, die deshalb keinen Gewinn haben, weil sie jeden Rappen in neue Projekte investieren, müssen diese Steuer zahlen.

Begründung beim Steueramt: Man wolle damit Besitzer von ruhenden AGs, GmbHs und anderen juristischen Personen dazu animieren, diese Firmen zu löschen.

Denn jede dieser ruhenden Firmen koste im Jahr eben diese 419 Franken Verwaltungskosten.

Anstatt, daß der Kantonsrat sich einmal Gedanken macht, Beamte zu entlassen, die diese extremen Verwaltungskosten verursachen (für ruhende Firmen wohlgemerkt!) und die Bürokratie zu straffen, bestraft man im Kanton also auch Firmen, die investieren und daher keinen Gewinn haben, weil sie alles Geld reinvestieren. Wie krank ist das?

Und: Es trifft gerade die kleinen Firmen, die eifrig reinvestieren.

Die kleinen und mittleren Firmen jedoch sind es, die in der Schweiz 98 % der Arbeitsplätze schaffen.

Übrigens kennen in der Schweiz nur die Kantone AG, SH und OW + NW eine solch KMU-feindliche Unternehmenssteuer.

Unternehmer, die investieren wollen werden ihre Firma, die planmäßig das Geld investiert und daher keinen Gewinn ausschüttet, wohl kaum freiwillig nach Graubünden verlagern. Sofern sie nicht müssen, z. B. als standortunabhängige Internetfirma.

Remo Maßat

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