Zum Foto der aktuellen Bünder Regierung

Wer das aktuelle Foto der bündner Regierung ansieht, sieht ein surreal anmutendes Bild.

Fast schon kommunistisch anmutend.

Alle Anzüge fast gleich aussehend in Blau oder Dunkelblau.

Einheitsbrei par excellance.

Ausgerechnet der SP-Regierungsmensch Peyer sticht modisch frisch hervor und kleidet sich nicht nur mit Weste ein wenig extravagant mit ein bißchen Lebensstil und Leben sondern trägt auch eine nicht so langweilige Krawatte.

Und setzt sich sogar ein Einstecktüchlein ein, sodaß er wirklich adrett wirkt. (hoffentlich gibt das nicht Ärger vom alternativen Teil seiner Partei…)

Was BDP-Parolini, der im Zuge der Quadroni-Affäre bzw. dem größten Bauskandal in der Schweizer Geschichte, fast ganz aus der Regierung geflogen wäre, geritten hat, diese Streichholz-Krawatte zu tragen, weiß man nicht.

Es war ja mal eine zeitlang Mode und ich kenne Leute, die nach jahrzehntelangem Horten all ihre Streichholz-Krawatten weggeworfen hatten, weil sie einfach sowas von altbacken waren und sich dann geärgert hatten als das vor einigen Jahren doch wieder ein – sehr temporärer – Modetrend wurde.

Genauso werden Schlaghosen aus dem 70er-Jahren ja gegenwärtig bei den Frauenstreikerinnen teilweise wieder Mode, aber ob sie deswegen hübsch sind?

Modisch sollten die Regierungsräte wohl einmal in einem Krawattenladen gehen oder sich im Internet umsehen nach schönen Krawatten.

Denn wenn schon die Anzüge nix hermachen, so könnte man doch zumindest mit einer schönen, stilvollen Krawatte eine kleine Note an Welt zeigen.

Ansonsten:

Wer dieses Bild sieht, weiß, warum in Graubünden keine Innovationen möglich sind und warum es wirtschaftlich nicht vorangeht und auch kulturell bachab-geht.

Einer der Regierungsräte, Christian Rathgeb, kommt aus Rhäzüns (sein Bürgerort im übrigen auch) und die ehemals kulturell zweisprachig rhätoromanisch- / deutschsprachige Gemeinde stampfte ohne, daß er je ein Wort dagegen erhob, das Romanische einfach ein.

Wie sagen die Franzosen:

Wie der Stil, so der Mann.

Vielleicht sollten die Obengenannten, wenn sie schon selber keine Kreativität besitzen, sich Anregungen holen in einem Krwawattenladen.

Allein, wenn man die Farbe „orange“ als Filter auswählt, gibt es dutzende Krawattenmöglichkeiten. Es gibt also keinen Grund für Einheitsaussehen.

(Foto oben: Krawatten Viadimoda

(Foto ganz oben: Regierung mit Kanzleidirektor [ganz links im Bild]: Kanton Graubünden)

 

 

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